Interview mit JaB
Wir befinden uns hier bei JaB, der mit bürgerlichem Namen Jascha Buder heißt. Er ist der Zeichner dieser niedlichen Schafe,
die seit neuestem sogar auf Büchern prangen.
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SHEEP: JaB, wie bist Du eigentlich dazu gekommen, Schafe zu zeichnen?
JaB: Es gibt da mehrere Gründe, die ich jedoch nicht alle hier verraten werde. Zum einen Teil lag es
an der Jugendarbeit der Herrnhuter Brüdergemeine. Da die Herrnhuter Brüdergemeine ein Schaf als Symbol besitzt,
lag es nahe, für die Jugendarbeit ein etwas peppigeres Schaf zu machen. Dies wurde auch freudig aufgenommen und es
wurden Projekte wie das Schaf-Pin, Schaf-Stempel und das Schaf-Mousepad-Notizblock gemacht, dessen Verkauf der Jugendarbeit
zu Gute kam. Und mit der Zeit ist mir das Schaf ans Herz gewachsen. Und das, obwohl eigentlich die Katzen meine Lieblingstiere sind.
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SHEEP: Und davor? Hast Du einfach eines Tages gesagt: "So, heute beginne ich mit dem
Comic-Zeichnen!" ?
JaB: *lach* Nein, so einfach ist es nicht gewesen. Begonnen hat alles damit, dass ich angefangen habe, Garfield abzumalen.
Mit der Zeit konnte ich seinen Stil so gut, dass ich ihn auch ohne abmalen zeichnen konnte. Ab dem Punkt habe ich überall herumgekritzelt,
in der Schule (ja, auch während des Unterrichtes), und überall dort, wo ich ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand hatte.
Die Konturen wurden klarer, als ich bei einem Comic-Workshop von der JuKuWe (Jugend Kunst Werkstatt in Koblenz) angemeldet habe. Eine Woche lang
hat der Comiczeichner Klaus Wilinksi aus Mainz uns gezeigt, wie man Comics herstellt. Danach haben wir dann den 1. Schängelcomic für
2000 Jahre Koblenz gezeichnet.
Danach habe ich noch weiter den Comic-Kurs besucht und daraus entstand eine Jugendzeitschrift Magnetic, die jedoch nicht sehr lange gehalten hat.
Für mich war es jedenfalls eine gute Möglichkeit, einiges auszuprobieren und Comics zu veröffentlichen.
Weitere Übung bekam ich dann durch diverse Geburtstagskarten für Freunde und Verwandte. Es war somit keine direkte Entscheidung,
sondern ich habe einfach weitergemacht, um zu schauen, wie weit ich damit komme. Und bis jetzt gab es keinen Punkt, wo ich mir sagen musste,
es hat keinen Sinn weiterzumachen.
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SHEEP: Aber das Comic-Zeichnen hast Du Dir nicht zum Beruf gemacht?
JaB: Das stimmt. Als ich fertig mit der Waldorfschule war, war ich von meinem Talent nicht so überzeugt. Zwar hatte ich als Jahresarbeit ein
Comic gezeichnet, aber damit Geld zu verdienen war für mich unrealistisch. Es gab einfach zu viele, die einfach besser zeichnen konnten wie ich.
Darum beschloss ich, lieber etwas Handfestes zu lernen und habe technischer Zeichner gelernt. Das Comic-Zeichnen blieb aber weiterhin ein Hobby. |
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SHEEP: Wann war es denn soweit, dass Du endlich Dein Talent akzeptiert hast?
JaB: Es fing etwa vor 2 Jahren an, als ich nach langer Zeit Klaus Wilinksi besucht habe. Kurze Zeit drauf war ich dann schon im
I-COM (Interessenverband Comic e.V.). Dann habe ich einen alten Kumpel von meiner JuKuWe-Zeit getroffen, der hatte inzwischen das Comiczeichnen zum Beruf gemacht
und arbeitet heute bei MAD. Er hat mich gefragt, ob ich ihm nicht bei seinem "Elkenwelt"-Projekt helfen könnte... und zwar als Zeichner.
Das war der Punkt, wo ich begriff, dass ich doch nicht so schlecht sein konnte. Ich begann mich immer mehr mit er Materie vertraut zu machen und besuchte
unter anderem die Comictage in Erlangen, wo ich dann vor Künstler wie Harm Bengen, Ralph Ruthe, Joscha Sauer und (leider damals ohne Autogramm)
Flix Göhrmann stand.
Und seitdem ich nun im Vorstand von I-COM bin, habe ich das Gefühl, dass es mit meiner Zeichnerei aufwärts geht.
SHEEP: Vielen Dank für das Gespräch und viel Glück für Deine weitere Zukunft!
JaB: Danke! :-)
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